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Judith Alwin - Ins Netz gegangen

Verlag: Schwarzkopf&Schwarzkopf
ISBN: 3896028561

Judith Alwin ist Model, Journalistin und Moderatorin, knapp über 40 und Single mit Anspruch. Von einer Freundin überredet, meldet sie sich in einer Onlinepartnerbörse an und beschließt, über ihre Erlebnisse ein Buch zu schreiben.

Und diese Erlebnisse sind durchweg unterhaltsam,  manchmal aber auch sehr ärgerlich. Hinter vielen Männern, die im WWW noch wie Mr. Right erscheinen, stecken Mogelpackungen. Da wird gelogen, was das Alter, das Gewicht, das Aussehen an sich, der Familienstand, ja sogar einmal die sexuelle Orientierung angeht. So sieht sich Frau Alwin - in der Erwartung, einen gutaussehenden homosexuellen Kumpel zu treffen - plötzlich einem Pummelbäckchen gegenüber, das seine Homosexualität nur erfunden hat, damit es nicht von zu vielen Frauen angesprochen wird.
Eine weitere Mogelpackung Mann sind die Casanovas, die, während sie noch die eine Frau besuchen, schon wieder die nächste an Land ziehen oder versuchen, sich auf dem Internetweg eine Affäre anzulachen. Leider gerät die Autorin auch oft an diese Sorte Mann.

Auch wenn Frau Alwin es nicht beabsichtigt und sich in ihrem Fazit für Internetdating ausspricht, so lässt das Buch darauf schließen, dass man - zumindest, wenn man seinen Prinzipien und seinem festen Bild von Mr. Right treu bleibt - im Internet an der falschen Adresse ist. So kann sie auch von keiner erfolgreichen Partnersuche berichten. Die einzige Freundin, die über Kontaktanzeigen an ihren Traummann kam, tat dies über Zeitungsannoncen. Doch am Ende deutet sie an, vielleicht doch in einer Partnerbörse gefunden zu haben, was sie gesucht hat.

Mit "Ins Netz gegangen" liefert Judith Alwin vor allem Netzanfängern eine Anleitung zur Partnersuche im Internet. Sie stellt verschiedene Kontaktseiten vor, dabei diese ausführlich, in denen sie sich angemeldet hatte. Dazu zählen zum Beispiel match.com und parship.de. Sie beschreibt, welche Altersklassen sich in welcher Community aufhalten, wieviel die verschiedenen Börsen kosten und was sie für dieses Geld bieten.
Neben den Partnerbörsen erklärt sie auch, was verschiedene Emoticons und andere Internetsprachen bedeuten und was man tun und lieber lassen sollte, wenn man sich den Traummann aus dem Netz fischen möchte.

Amüsant machen das Buch vor allem zwei Aspekte. Zum einen hat Judith Alwin aufgrund ihres Berufs ein wunderbares Sprachgefühl und vor allem einen Hang zu humorvollen Wortspielen. Zum anderen veröffentlicht sie Mailwechsel ( natürlich mit geänderten Nicknamen ), die für sie aus der Masse herausgestochen sind, mal wegen ihrer Absurdität, mal weil sie einfach beweisen, dass auch ihre Mailpartner ein Gefühl für Wortwitz haben. Da fällt es auch nicht so sehr ins Gewicht, dass sie sich gegen Ende des Buches in ihren Geschichten öfter mal wiederholt.

12.11.08 18:44
 


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bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Judith Alwin / Website (29.12.08 19:36)
Erst einmal: Danke für die kompetente und durchaus freundliche Buchbesprechung.... und sorry, mir war gar nicht bewusst, dass ich mich gegen Ende meines Buches öfter mal wiederhole ;-)

...und die "Andeutung" hat sich inzwischen deutlich als Mr. Right herausgestellt.

Kompliment: Tolle Seite und gut geführter Blog!

Liebe Grüße

Judith Alwin


Air Jordans / Website (22.11.10 10:13)
hello, i am coming, girl .

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